Freiburger Studienprojekt „Enge. Praktiken bei urbaner Verdichtung“
stellt Ergebnisse vor

Was in vielen deutschen Städten als Problem aufritt, zeigt sich in Freiburg – nicht zuletzt aufgrund seiner geografischen Lage und Beliebtheit als Universitätsstadt – besonders deutlich: Raumknappheit und -umnutzung, Verteuerung und Verdichtung. Finden mittelständische Firmen keine Büroräume, gründen Jungunternehmer Coworking Spaces, etablieren Kulturschaffende Pop-Up-Galerien, ziehen Familien und Studierende raus aus der Stadt, so werden in Freiburg zahlreiche jener Praktiken sichtbar, die Akteure anwenden, um in einer zunehmenden räumlichen Enge wohnen, arbeiten, leben zu können.

Das forschungsorientierte Studienprojekt am Institut für Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie der Universität Freiburg (Leitung: Dr. Sarah May) legt offen, wie sich die Akteure den Stadtraum aneignen, wie sie im Öffentlichen und Privaten nach innovativen, variierenden Nutzungsweisen suchen, und ermöglicht darüber hinaus eine empirische Erhebung individueller wie auch kollektiver Wertungen dieser Initiativen: Warum wird – beispielsweise – das Umfunktionieren ehemaliger Kasernen zu Wohnraum als architektonisches wie ökologisches Vorzeigeprojekt deklariert, wohingegen die Umwandlung von kleineren Industrie- zu Wohngebieten heftig kritisiert wird?

Im Form einer Ausstellung (zur Zeit zu sehen in der Maximilianstr. 15, 79100 Freiburg) und eines Buches liegen nun die Ergebnisse des Studienprojekts vor, über das auch die Badische Zeitung berichtete.

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