Invisible touch.

Zu den Wissenspotentialen einer Blechdosensammlung

 Wie geht ein kulturhistorisches Museum mit einer solchen   (An-)Sammlung um? Welches Wissen transportieren die   Objekte?

In einem ersten Schritt werden die Blechdosen in Besitz genommen und beschreibend erfasst: sie werden inventarisiert. Das heißt sie zu vermessen,  Material und Produktionstechnik zu bestimmen, die Dosen fotografisch zu dokumentieren, zu beschreiben, sie zu datieren und alle Informationen in der Museumsdatenbank unter einer Inventarnummer abzuspeichern. Ebenso wichtig ist inzwischen aber auch die Frage nach Provenienz und Akquisition, also die Frage nach Besitz, Herkunft, Handel und Vertrieb der Dosen. Da Produktverpackungen jedoch im weitesten Sinn auch Kultur-Träger sind, ist in einem zweiten Schritt die Erforschung kulturgeschichtlicher Kontexte relevant. Denn an den verschiedenen Blechdosen lassen sich die Entwicklung von Globalisierung, Produktionsmethoden, Konstruktionen von Stereotypen, Exotismus und Rassismus erkennen. Im Folgenden wird eine kleine Auswahl an   Blechdosen aus dieser Sammlung vorgestellt.

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