Panel „Geerbte Welten?! Zur Auseinandersetzung mit Konstruktionen von Eigenem und Fremdem in Sammlungs-, Ausstellungs- und Beratungspraktiken“ auf dem DGV-Kongress 2019 in Hamburg

An Beispielen aus den Landesmuseen in Baden-Württemberg (Badisches Landesmuseum und Landesmuseum Württemberg), dem Zentrum für Populäre Kultur und Musik an der Universität Freiburg/Brsg. und der Landesstelle für Volkskunde in Stuttgart wird gezeigt, welches Welt-Wissen und -Verständnis das Handeln vorheriger Generationen von Wissenschaftlern und Kuratoren konstituierten. Zentral sind dabei Konstruktionen von Eigenem und Fremdem, die als kulturelle Setzungen das Wissen und die Sicht auf die Welt normieren und eine spezifische Welt-Sicht noch heute repräsentieren. In diesem Panel geht es darum, wie in Vergangenheit und Gegenwart Welt-Wissen hergestellt und dieses in Archiven und Museen moduliert und moderiert wurde.

Universitäten, Archive und Museen haben den Auftrag, Wissen zu produzieren, zu akkumulieren, zu vermitteln, zu sammeln und zu bewahren. Sie unterliegen spezifischen Rahmenbedingungen und sind gesellschaftlichen Dynamiken unterworfen. Dazu zählen u.a. Migrationen und Diversifikationen, die Auslöser von Perspektiv- und Haltungswechsel sein können. Durch eine veränderte Perspektive und ein damit auch einhergehendes verändertes Selbstverständnis wandeln sich unser Wissen von der Welt und der Umgang damit. Wie gehen wir heute mit Wissens- und Sammlungsbeständen um, die unter anderen Rahmenbedingungen erworben wurden und sich konstituiert haben? Der Fokus der Beiträge liegt dabei auf Konstruktionen von Eigenem und Fremdem, auf den damit einhergehenden Vorstellungen und Deutungen, deren Wandel und Vieldeutigkeit sowie dem Umgang damit.

Konzeption und Leitung: Prof. Dr. Sabine Zinn-Thomas (Stuttgart)

Infos:

DGV Kongress vom 7.10. – 10.10.2019 in Hamburg: Welt. Wissen. Gestalten.

Panel F: Mittwoch, 9.10.2019, 13.30 – 15.30 Uhr

Mehr Infos zu diesem Panel finden Sie hier.

Vorträge:

  • Brigitte Heck M.A. (Karlsruhe): Neue Perspektiven auf die Entstehung volkskundlicher Sammlungen
  • Dr. Markus Speidel (Waldenbuch): Das Ausstellungsparadox. Kann man ausstellen ohne auszustellen?
  • Prof. Dr. Sabine Zinn-Thomas (Stuttgart): Zwischen „moralischer Lauterkeit“ und „unzeitgemäßen Abneigungen“: Herausforderungen volkskundlicher Beratungspraxis in der Nachkriegszeit
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