fairteilen

„Wir leben ja in einer Gesellschaft, in der sehr viel Essen einfach weggeschmissen wird, und da haben wir einfach die Verantwortung, dass sich das verändert. Ich weiß auch, dass ich nicht die Welt bewege, wenn ich mir Essen aus dem Fairteiler nehme und vom Wegschmeißen rette, aber es ist ein kleiner Beitrag in eine nachhaltige und richtige Richtung“, erzählt Jeanne, während sie die Klappen des Fairteilers öffnet – einem Fahrrad mit darauf montierten Kästen, zu dem Lebensmittel gebracht und von dort aus mitgenommen werden dürfen.

Nahrungsmittel sind fest im alltäglichen Leben verankert. In Bezug auf Konsum und Nachhaltigkeit verschiebt sich gegenwärtig die Deutung von Akteur*innen im Umgang mit Lebensmitteln. Die Vorstellung von Nahrung als eine essenziell lebensnotwendige Sache transformiert zu einem Komplex, dem auch politische, ethische und soziale Herausforderungen anhängen. Am Freiburger Fairteiler werden Umgangsformen mit Nahrungsmitteln deutlich und ein wesentlicher Bestandteil des Alltags sichtbar.

„Hier werden für Freiburg exemplarische Alltagspraktiken verhandelt.“

„Das Sprechen über gerettete und genießbare Lebensmittel und die soziale Interaktion mit Mitmenschen am Fairteiler zeigen, dass die Deutungsmuster von zu wenig oder zu viel im Aushandlungsprozess hergestellt werden.“

Ein Beitrag von Karlin Schumacher, illustriert mit Bildern von Finn Hagen. Weitere Beiträge und Informationen zu Projekt und Publikation finden Sie hier.

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