grenzgehen

„Die Entscheidung für Freiburg als Wohnort erscheint als Abwägungsprozess in Hinblick auf die alltägliche Lebenswelt der Akteur*innen.“

Arbeit und Freizeitbeschäftigungen prägen unseren Alltag. Praktisch ist, wenn beide Aspekte räumlich zusammenfallen. Die Arbeitsstelle ist schnell vom eigenen Wohnort zu erreichen, den Hobbys kann man ebenfalls in unmittelbarer Nähe nachgehen. Normal, oder? Was aber ist, wenn der Weg zur Arbeit auf einmal deutlich länger wird und sogar über Ländergrenzen hinausführt? Was macht es mit dem Alltag, wenn man über die Grenzen geht?

Der Beitrag fokussiert drei Berufspendler*innen, die jeden Morgen von Freiburg mit dem Zug in die angrenzende Schweiz nach Basel fahren. Er macht dabei zum einen deutlich, wie das Grenzgehen selbst zum konstitutiven Bestandteil des Alltags der Personen wird und sich kategorialen Zuordnungen von Arbeit und Freizeit entzieht. Zum anderen zeigt er auf, wie die Grenzgänger*innen durch das tägliche Pendeln Freiburg wahrnehmen und bewerten, wodurch er auch „Stadt“ als fixierten Raum zur Diskussion stellt.

„Freiburg wird damit in translokale, hier sogar transnationale Zusammenhänge gestellt, die Chancen und Potenziale unterschiedlicher Orte ausloten und Räume der Mobilität schaffen.“

„Ich könnte auch da, wo die Treppe aufhört, stehen bleiben. Aber nein, ich laufe dann vor, weil ich weiß, da stehen ein paar Leute, die ich kenne.“

Ein Beitrag von Lea Breitsprecher, illustriert mit Bildern von Finn Hagen. Weitere Beiträge und Informationen zu Projekt und Publikation finden Sie hier.

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